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Inhalt

Inzwischen sind eine ganze Reihe von Expertenstandards für alle Einrichtungen, in denen eine professionelle Pflege stattfindet, verpflichtend. Das in ihnen beschriebene Vorgehen wird im Falle eines Rechtsstreites als juristische Gutachterrichtlinie genutzt. Insofern erscheint es wichtig, das themenübergreifende, generelle Vorgehen im dort beschriebenen Risikomanagement zu kennen und anzuwenden. In diesem Seminar soll es um die logische Abfolge der erforderlichen Handlungsschritte und die Fragen: Wann muss was getan und Wo muss was beschrieben werden, gehen. Grundsätzliche Fragen zu einzelnen Expertenstandards können hierbei „nebenbei“ geklärt werden.  Die Entwicklung, bzw. das Auffrischen eines Grundverständnisses bei den TN steht im Vordergrund.

Ziele: Die Teilnehmenden:
- kennen die Standardübersicht in den Expertenstandards sowie die dort themenübergreifend beschriebenen Handlungsanforderungen
- wissen, wie die individuellen Risikofaktoren in der SIS zu beschreiben sind und wie, bzw. wann individuelle Risiken abgeleitet und in der Risiko-Matrix dokumentiert werden müssen.
- Reflektieren, wann eine tiefergehende Einschätzung erforderlich ist und können aus 3 versch. Verfahren das Geeignete auswählen (Assessment, Protokoll, Beobachtung im Team)
- wissen, wie und wo geeignete Handlungen geplant werden und welche Entscheidungen bei deren Auswahl zu treffen sind. (Wirkung auf das Risiko, Selbstbestimmungsrecht,  Wohlbefinden bei den Bewohner*innen, Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit)
- kennen die Anforderungen, die es im Bereich der Umsetzung gibt
- wissen, wann, wie und wo sie die Wirkung des Handlungsplans evaluieren und dokumentieren müssen.
- kennen die allg. Organisations-, Handlungs- und Reflexionsanforderungen, die übergeordnet zu sehen sind

Inhalte:
- der professionelle Umgang mit der SIS, incl. Biographie, Blickwinkel und Risikomatrix
- Bestimmung individueller Risikofaktoren und individueller Risiken (einschl. Differenzierung der beiden Bereiche)
- Möglichkeiten der Absicherung, wenn ein Risiko nicht zu beheben ist (z.B. Ablehnung geeigneter Maßnahmen durch Bewohner*innen , bestehende Sterbesituation, abweichende Ziele, Einwirkungsbegrenzungen
- Beratung und Aushandlungsprozess
- Der Handlungsplan (alle Prozessanteile)
- Erfordernisse im Rahmen der Dokumentation

Besonderheit: Die Teilnehmenden werden gebeten eine kopierte Planung (SIS, Handlungsplanung, Pflege- und Betreuungsbericht über 2-4 Wochen, ggf. Fallbesprechungsprotokoll) von einem/einer Bewohner*in, bei dem Risiken bestehen oder die Risikosituation für den Teilnehmenden unklar erscheint, mitzubringen.


Termin(e)

Mi. 28.09.2022, 09:00 - 16:00 Uhr


Gebühren

145,00 €

Anmeldeschluss:
31.08.2022


Dozent*in

Dr. Phil. Angela Löser


Kursort(e)

  • AWO Seniorenzentrum Karl-Jarres-Str., Duisburg
    Karl-Jarres-Str. 100-104
    47053 Duisburg


Datum Zeit
Mi. 28.09.2022 09:00 - 16:00 Uhr