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Die wollten ja nicht...zwischen Bewohner*innenwille und Fürsorgepflicht: sicher handeln (271E-75113)
Verfügbarkeit
- Plätze frei
Der Kaffee ist zu heiß, die Wunde müsste versorgt werden, aber die Bewohnerin oder der Bewohner schlägt die Hand weg und sagt laut: „NEIN!“
Täglich entstehen in der Pflege und Betreuung quälende Fragen:
Darf das Essen einfach abgeräumt werden, wenn die oder der demenziell erkrankte Bewohner:in es verweigert?
Ab wann liegt eine strafbare unterlassene Hilfeleistung vor?
Wie ist zu reagieren, wenn Angehörige lautstark Maßnahmen fordern, die die Bewohnerin oder der Bewohner strikt ablehnt?
Dieses ständige Spannungsfeld führt in Teams oft zu heftigen Diskussionen, unklaren Dokumentationen und einem chronisch schlechten Gewissen. Auf der einen Seite steht das im Grundgesetz verankerte Recht auf Selbstbestimmung, auf der anderen Seite die gesetzliche Fürsorgepflicht. Wo verläuft die Grenze zwischen professioneller Fürsorge und unzulässiger Bevormundung?
Dieses Seminar bringt Licht ins Dunkel. Die graue Theorie bleibt im Hintergrund – stattdessen stehen konkrete, rechtssichere Lösungswege für echte Praxisfälle im Mittelpunkt.
Das nehmen Teilnehmende aus dieser Fortbildung mit
Rechtssicherheit im Alltag: Es wird klipp und klar vermittelt, was rechtlich getan werden muss und was unbedingt zu unterlassen ist.
Haftungsschutz: Die Teilnehmenden lernen, wie ein „Nein“ rechtssicher dokumentiert wird, damit die Dokumentation im Falle einer Prüfung oder eines Haftungsfalls Bestand hat.
Werkzeuge für das Team: Strukturhilfen für Fallbesprechungen und ethische Kriterien unterstützen Teams dabei, gemeinsam tragfähige Entscheidungen zu treffen.
Souveränität im Umgang mit Angehörigen:** Argumentationshilfen für schwierige Gespräche mit Bevollmächtigten und rechtlichen Betreuenden geben Sicherheit im Berufsalltag.
Methodischer Aufbau des Seminars
Dieses Seminar lebt vom Mitmachen und einem abwechslungsreichen Mix aus Theorie und direkter Praxisarbeit:
Praxisnahe Impulsvorträge: Komplexe rechtliche Grundlagen (z. B. das Wohn- und Teilhabegesetz oder das Haftungsrecht) werden verständlich, kompakt und anschaulich vermittelt.
Interaktive Fallarbeit: Die Analyse erfolgt anhand anonymisierter Dokumente aus dem Pflegealltag der Teilnehmenden, um typische Dokumentationslücken aufzudecken.
Kollegiale Beratung und Erfahrungsaustausch: Das Wissen aller Teilnehmenden wird genutzt. Reale Konfliktsituationen werden gemeinsam reflektiert, um passgenaue Lösungen für die jeweiligen Wohnbereiche zu entwickeln.
Moderierte Rollen- und Perspektivenwechsel: Durch das Einnehmen der Perspektiven von Bewohner:innen, besorgten Angehörigen oder prüfenden Personen werden Kommunikationsblockaden besser verstanden und aufgelöst.
Praxis-Transfer mit Checklisten: Fertige Leitfäden (z. B. zur ethischen Fallbesprechung) und Formulierungshilfen stehen für den direkten Einsatz am nächsten Arbeitstag zur Verfügung.
Mitzubringen ist eine anonymisierte Kopie einer aktuellen Dokumentation (z. B. SIS, Handlungsplanung oder Pflegebericht über 2–4 Wochen) von einem Bewohner, einer Bewohnerin, wo aktuell Abwehr- oder Ablehnungshandlungen erlebt werden (p. 2).
Datenschutzhinweis: Aufgrund der DSGVO und der gesetzlichen Schweigepflicht müssen alle personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, Zimmernummer, Arzt- und Angehörige-Namen) auf der Kopie vorab vollständig geschwärzt sein. Alle Arbeitskopien werden direkt im Seminar sicher vernichtet.
Zielgruppe: Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte (§ 43b§ und § 53b SGB XI ), Wohnbereichs- und Einrichtungsleitungen.
Termin(e)
Do. 20.05.2027, 09:00 - 16:00 Uhr
Gebühren
159,00 €
Anmeldeschluss:
06.05.2027
Dozent*in
Kursort(e)
-
AWO Seniorenzentrum Karl-Jarres-Str., Duisburg
Karl-Jarres-Str. 100-104
47053 Duisburg
| Datum | Zeit |
|---|---|
| Do. 20.05.2027 | 09:00 - 16:00 Uhr |


