Menschenwürde und Scham – Würde stärken, Beschämung erkennen, Handlungsspielräume erweitern (262E-11000)
Verfügbarkeit
- Plätze frei
Menschenwürde und Scham – Würde stärken, Beschämung erkennen, Handlungsspielräume erweitern
Scham ist eine tabuisierte Emotion — und doch allgegenwärtig. Sie begegnet uns in Blicken und in Worten. Ohne dass wir es beabsichtigen und oft unbemerkt können wir unser Gegenüber beschämen. Als eines der schmerzvollsten Gefühle wird sie häufig verdrängt — und wirkt dennoch. Denn Scham ist ein soziales Wahrnehmungsorgan: Sie reguliert unser zwischenmenschliches Verhalten, schützt unsere Grenzen und unser Zugehörigkeitsbedürfnis. Sie ist die Wächterin der Menschenwürde. Damit liegt in der Scham nicht nur das Potenzial der Verletzung — in ihr liegt auch die Kraft der Empathie, der Moral und der Selbstreflexion.
Beschämungen und Würdeverletzungen begegnen uns häufig im Alltag — oft subtil und unbemerkt: in Gesprächen, im beruflichen Kontext, in Familien, Bildungseinrichtungen oder Pflege- und Betreuungssituationen.
Dieses Seminar lädt dazu ein, Scham als menschliche Grundemotion besser zu verstehen und ihre Bedeutung für Wohlbefinden, Beziehungen und Selbstachtung zu erkunden. Die Teilnehmenden werden dafür sensibilisiert, Formen von Beschämung und Würdeverletzungen wahrzunehmen und deren Auswirkungen auf Menschen zu erkennen. Scham kann dabei als wichtige Informationsquelle für persönliche Grenzen, Bedürfnisse und Werte verstanden werden. Gleichzeitig eröffnet die Auseinandersetzung mit Menschenwürde neue Perspektiven auf respektvolle Begegnungen, wertschätzende Kommunikation und die Gestaltung würdevoller Beziehungen.
Das Seminar bietet Raum für Reflexion, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Übungen. Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, Handlungssicherheit im Umgang mit Scham- und Beschämungssituationen zu entwickeln und die eigene Würde sowie die Würde anderer bewusst zu stärken.
Denn so schmerzvoll Würdeverletzungen für das seelische Wohlbefinden auch sind, so kraftvoll und wohltuend erlebt der Mensch Würdigung. Wo Menschen einander würdewahrend und schamsensibel begegnen, entsteht echte Verbindung.
Ziele des Seminars
Die Teilnehmenden
erweitern ihr Verständnis von Menschenwürde und Scham,
erkennen Beschämungsprozesse und Würdeverletzungen im Alltag früher und bewusster,
reflektieren ihren eigenen Umgang mit Scham,
entwickeln mehr Sicherheit im würdevollen Umgang mit sich selbst und anderen,
stärken ihre persönlichen Ressourcen und ihre Handlungsfähigkeit,
fördern eine Kultur von Respekt, Anerkennung und Würde.
Das Seminar richtet sich an alle Menschen, die ihre Sensibilität für zwischenmenschliche Dynamiken vertiefen und zu einem respektvollen, würdevollen Miteinander beitragen möchten.
Termin: 20.10.2026 10.00 – 17.00 Uhr und
21.10.2026 10.00 – 15.00 Uhr
Dozentinnen:
Oda Bakuhn, Dipl. Päd., Systemische Beraterin, Multiplikatorin Menschenwürde und Scham (bei Dr. Stephan Marks)
Katarina Messner, Soz. Päd., Resilienztrainerin, Multiplikatorin Menschenwürde und Scham (bei Dr. Stephan Marks)
TN- Beitrag 360,- € (incl. Mittagsverpflegung)
Ort: Bezirksverband, Saal B
Zeitraum
Di. 20.10.2026 - Mi. 21.10.2026, 10:00 - 17:00 Uhr
Gebühren
360,00 €
Anmeldeschluss:
06.10.2026
Dozent*in
Kursort(e)
-
AWO Bezirksgeschäftsstelle, Essen Saal B
Lützowstr. 32
45141 Essen
| Datum | Zeit |
|---|---|
| Di. 20.10.2026 | 10:00 - 17:00 Uhr |
| Mi. 21.10.2026 | 10:00 - 17:00 Uhr |


