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Inhalt


Der Kaffee ist zu heiß, die Wunde müsste versorgt werden, aber der Bewohner schlägt die Hand weg und sagt laut „NEIN!“

Täglich entstehen in der Pflege und Betreuung quälende Fragen:

• Darf das Essen einfach abgeräumt werden, wenn der demente Bewohner es verweigert?
• Ab wann liegt eine strafbare unterlassene Hilfeleistung vor?
• Wie ist zu reagieren, wenn Angehörige lautstark Maßnahmen fordern, die der Bewohner strikt ablehnt?

Dieses ständige Spannungsfeld führt in Teams oft zu heftigen Diskussionen, unklaren Dokumentationen und einem chronisch schlechten Gewissen. Auf der einen Seite steht das im Grundgesetz verankerte Recht auf Selbstbestimmung, auf der anderen Seite die gesetzliche Fürsorgepflicht. Wo verläuft die Grenze zwischen professioneller Fürsorge und unzulässiger Bevormundung?
Dieses Seminar bringt Licht ins Dunkel. Die graue Theorie bleibt im Hintergrund – stattdessen stehen konkrete, rechtssichere Lösungswege direkt für die echten Praxisfälle im Mittelpunkt (pp. 1-2).


Das nehmen Teilnehmende aus dieser Fortbildung mit:
• Rechtssicherheit im Alltag: Es wird klipp und klar vermittelt, was rechtlich getan werden muss und was tunlichst zu unterlassen ist (p. 1).
• Der Haftungsschutz: Die korrekte Dokumentation eines „Neins“ wird erlernt, damit diese im Falle einer Prüfung oder eines Haftungsfalls absolut wasserdicht ist (p. 1).
• Werkzeuge für das Team: Es werden Strukturhilfen für Fallbesprechungen und ethische Kriterien vermittelt, um im Team zu gemeinsamen, getragenen Entscheidungen zu gelangen (p. 1).
• Souveränität im Umgang mit Angehörigen: Argumentationshilfen für schwierige Gespräche mit Bevollmächtigten und Betreuern bieten Sicherheit im Alltag (p. 1).


Methodischer Aufbau des Seminars
Dieses Seminar lebt vom Mitmachen und einem abwechslungsreichen Mix aus Theorie und direkter Praxisarbeit:


• Praxisnahe Impulsvorträge: Komplexe rechtliche Grundlagen (wie das Wohn- und Teilhabegesetz oder das Haftungsrecht) werden verständlich, kompakt und visualisiert auf den Punkt gebracht (p. 1).
• Interaktive Fallarbeit: Die Analyse erfolgt direkt anhand der mitgebrachten, anonymisierten Dokumente aus dem Pflegealltag, um typische Dokumentationslücken aufzudecken (p. 2).
• Kollegiale Beratung & Erfahrungsaustausch: Das Wissen aller Teilnehmenden wird genutzt. Reale Konfliktsituationen werden besprochen, um Lösungen für die jeweiligen Wohnbereiche zu entwickeln (p. 2).
• Moderierte Rollen- und Perspektivenwechsel: Durch das Einnehmen der Perspektiven von Bewohnern, besorgten Angehörigen oder Prüfern werden Kommunikationsblockaden besser verstanden und aufgelöst (p. 1).
• Praxis-Transfer mit Checklisten: Fertige Leitfäden (z. B. zur ethischen Fallbesprechung) und Formulierungshilfen stehen für den direkten Einsatz am nächsten Arbeitstag bereit (p. 1).


• Zielgruppe: Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte (§ 43b), Wohnbereichs- und Einrichtungsleitungen.

Mitzubringen ist eine anonymisierte Kopie einer aktuellen Dokumentation (z. B. SIS, Handlungsplanung oder Pflegebericht über 2–4 Wochen) von einem Bewohner, bei dem aktuell Abwehr- oder Ablehnungshandlungen erlebt werden (p. 2).
Datenschutzhinweis: Aufgrund der DSGVO und der gesetzlichen Schweigepflicht müssen alle personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, Zimmernummer, Arzt- und Angehörige-Namen) auf der Kopie vorab vollständig geschwärzt sein. Alle Arbeitskopien werden direkt im Seminar sicher vernichtet.


Termin(e)

Do. 20.05.2027, 09:00 - 16:00 Uhr


Gebühren

159,00 €

Anmeldeschluss:
06.05.2027


Dozent*in

Christiane Blumberg


Kursort(e)

  • AWO Seniorenzentrum Karl-Jarres-Str., Duisburg
    Karl-Jarres-Str. 100-104
    47053 Duisburg


Datum Zeit
Do. 20.05.2027 09:00 - 16:00 Uhr